Polarografie

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Labor 14
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Metrohm
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Chemisch
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Flüssigkeit
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Analytik

Die Polarographie ist ein voltametrisches Verfahren bei der als Arbeitselektrode eine tropfende Quecksilberelektrode verwendet wird. Generell wird bei der Voltammetrie das Potential der Messelektrode verändert und die Stromstärke gemessen. Als Messelektrode hat sich Quecksilber aufgrund seiner hohen Wasserstoffüberspannung bewährt, wodurch vor allem kathodische (Reduktion) Prozesse in einem großen Potentialbereich durchgeführt werden können. Bei nahezu allen anderen Materialien würde schon bei wesentlich positiveren Potentialen die Wasserstoffbildung an der Elektrode einsetzen und das Messsignal überlagern. Ein wesentlicher Vorteil einer tropfenden Elektrode ist, daß die Oberfläche der Messelektrode ständig erneuert wird und somit die Verunreinigungen der Elektrode im Meßbetrieb minimiert sind. Die bei der Messung erhaltene Strom-Spannungskurve nennt man Polarogramm. Aus dem Polarogramm erhält man sowohl qualitative Informationen (substanzspezifisch) als auch quantitative Informationen (Diffusionsgrenzströme).  

 

Einsatzgebiete: 

Analytik:

Die quantitative Analyse von anorganischen Ionen und organischen Substanzen ist die Standardanwendung der Polarographie, da sie einfach in der Handhabung ist und eine sehr hohe Empfindlichkeit aufweist. Im Bereich der Spurenanalytik von Schwermetallen ist sie in Form der Invers-Polarographie in der Empfindlichkeit vergleichbar mit den empfindlichsten spektroskopischen Methoden und übertrifft sie in speziellen Fällen sogar.

 

Reaktionsmechanismen und chemische Gleichgewichte

Eine weitere Anwendung der Polarographie ist die Messung von Komplexbildungskonstanten. Diese Information ist wesentlich für die Aufklärung von Reaktionsmechanismen bei der Abscheidung oder Auflösung von Metallen.

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